Tipps beim Handytarif Vergleich

14. Dezember 2011

Allgemein

Mobilfunkanbieter optimieren ihre Handytarife mit dem Ziel, in üblichen Tarifvergleichen gut abzuschneiden. Attraktive monatliche Grundpreise bieten daher nahezu alle Anbieter an. Die unangenehmen Überraschungen lauern oft in den Sternchentexten, die sich verschämt irgendwo am Bildschirmrand verstecken. Dort verbergen sich sowohl Leistungsbeschränkungen als auch Zusatzkosten.

Leistungsunterschiede zwischen den Tarifen

Relativ übersichtlich gestaltet sich die Situation bei den Sprachtarifen. Hier ist im Wesentlichen darauf zu achten, was genau ein als „Flatrate“ beworbener Tarif beinhaltet. Manche Flatrate entpuppt sich als Netzflatrate, die nur für Gespräche innerhalb des Netzes des jeweiligen Anbieters gilt. Sehr häufig wird eine solche Netzflatrate in Kombination mit einer Flatrate ins deutsche Festnetz angeboten. Echte Flatrates in alle Handynetze werden zwar ebenfalls angeboten, allerdings zu deutlich höheren Preisen. Komplizierter gestaltet sich der Vergleich bei den Datentarifen für das mobile Internet. Nahezu jeder Tarif wird heute als „UMTS Flatrate mit bis zu 7,2 MBit/s“ bezeichnet, wohinter sich allerdings deutlich unterschiedliche Leistungen verbergen. Geschwindigkeiten über 384 KBit/s sind nur mit HSDPA möglich, was nicht in allen Netzen flächendeckend zur Verfügung steht. Tarifangebote von Mobilfunkdiscountern sollten also dahingehend geprüft werden, in welchem der österreichischen Netze gesurft wird. Eine Entwicklung der jüngeren Vergangenheit besteht darin, extrem billige Flatrates anzubieten, die nur ein sehr geringes monatliches Datenvolumen beinhalten. Teilweise mussten hier schon die Gerichte eingreifen und es Anbietern untersagen, einen UMTS-Tarif mit einem monatlichen Datenvolumen von 300 MB als „Flatrate“ zu bewerben.

Alle Kosten berücksichtigen!

Ein besonders wichtiger Punkt beim Handytarif-Vergleich : Zunächst sind hier die Kosten zu nennen, die beim Vertragsabschluss anfallen. Einige Anbieter erheben eine einmalige Anschlussgebühr, andere verlangen überhöhte Preise für die erforderliche Hardware. Sogar in deutlich überhöhten Versandkosten für einen Surfstick werden oft einige Euro an Nebenkosten versteckt. Von besonderer Wichtigkeit ist die Frage, was beim Erreichen des monatlichen Datenvolumens geschieht. Die meisten Anbieter sind glücklicherweise inzwischen dazu übergegangen, zu diesem Zeitpunkt lediglich die Geschwindigkeit deutlich zu drosseln. Fallen stattdessen für jedes weitere MB zusätzliche Kosten an, so birgt das angesichts heutiger Geschwindigkeiten unkalkulierbare Kostenrisiken.

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