BOB Tarife



Der Mobilfunksektor ist in Österreich äußerst groß. Es gilt nicht nur einzig die verschiedenen Anbieter zu differenzieren, sondern auch Sparten bzw. Zielgruppen. So gibt es die herkömmlichen Mobilfunkanbieter, wie etwa A1 oder T-Mobile, und dann gibt es sogenannte Billig-Mobilfunkanbieter. bob zählt zur zweiten Sparte. Im Prinzip handelt es sich um eine Billigmarke, ähnlich wie bei Supermärkten. Allerdings ist es auf dem Mobilfunksektor so, dass dahinter zumeist ein großer Anbieter steckt, der seinen potentiellen Kundenstamm erweitern will.

Wer steckt hinter bob?

Die Dienstleistungen des Mobilfunkanbieters bob können Kunden seit dem 2. Juli 2006 in Anspruch nehmen. Dabei ist diese Marke eine Tochterfirma der A1 Telekom Austria. Das Ziel des großen Mobilfunkanbieters war relativ klar. Die zum Teil teuren Vertragsverhältnisse waren nicht allzu attraktiv für junge Kunden und Kunden mit geringem Einkommen. Problematisch ist auch die Vertragsbindung, die einige Verbraucher nicht eingehen wollen. Billig-Mobilfunkanbieter verfolgen ein differenziertes Modell. Dem Kunden soll ein möglichst flexibles Produkt offeriert werden. Keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz. Das war der Startschuss für bob. Im Endeffekt konnte der Kunde auf die attraktiven Konditionen eines Vertrages zurückgreifen, war dafür jedoch nicht gebunden. Monatlich kann gekündigt werden. Allerdings gibt es, im Gegensatz zu den herkömmlichen Vertragsverhältnissen mit langer Bindung, eher unattraktive Mobiltelefone hinzu.

Die Entwicklung von BOB

Der Mobilfunkbetreiber bob lebt vor allem von einer äußerst durchdachten Marketingstrategie. So gab es im September 2007 einen Wertkartentarif mit Geld-zurück-Garantie, sollte der Tarif bei einem anderen Mobilfunkbetreiber günstiger sein. Großes Aufsehen erregte der Tarif bigbob, der bis dato als günstiger Mobilfunktarif in die Geschichte eingegangen ist. Lange Zeit waren Billig-Mobilfunkanbieter einzig auf Telefonie und SMS spezialisiert. Im Laufe der Zeit hat sich auch dieser Sachverhalt verändert. Smartphones und der massive Ausbau des mobilen Internets weckte auch bei Kunden Begehrlichkeiten, die keine vertragliche Bindung haben wollten. Die logische Konsequenz waren Daten-Wartkartentarife für das mobile Internet. USB-Stick in den Laptop rein und das Internet ist überall verfügbar. Inzwischen existieren auch Mobilfunktarife, die sich wunderbar mit einem Smartphone kombinieren lassen.

Wo sind die Nachteile?

Die Tarife bei BOB sind günstiger und es gibt keine Bindung. Wo ist also der Haken? Zum einen muss erwähnt werden, dass Billig-Mobilfunkanbieter unter anderem für die Markenbindung zuständig sind. Die großen Unternehmen wollen den kleinen Kunden quasi auf den Geschmack bringen. Das heißt jedoch, dass nicht das volle Leistungsangebot abgerufen werden kann. Moderne LTE-Technologie ist nur in relativ teuren Verträgen verfügbar. Außerdem, wie bereits erwähnt, ist die Auswahl an Handys entsprechend mau. Wenn Sie also über kein Handy verfügen, sollten Sie keine allzu hohen Ansprüche haben. Des Weiteren gestalten sich die Service-Leistungen ebenfalls nicht sehr umfangreich. Im Gegensatz zu den Service-Hotlines des Mutterkonzerns, welche umsonst sind, muss der Kunde Gebühren zahlen.

BOB Netzabdeckung

Hier profitieren die Billig-Mobilfunkanbieter davon, dass eine große Muttergesellschaft dahinter steht, die für eine entsprechende Infrastruktur sorgt. Es wäre nahezu unmöglich, derartige Tarife bieten zu können, wenn die Infrastruktur nicht gegeben wäre bzw. komplett selbst finanziert werden müsste. Wenn Sie sich für einen Tarif von bob interessieren, so müssen Sie sich einzig an der Netzabdeckung von A1 orientieren.